0301 Prenzlauer Berg
0302 Weißensee
0303 Blankenburg
0304 Heinersdorf
0305 Karow mit: Stadtrandsiedlung Buch
0306 Stadtrandsiedlung Malchow
0307 Pankow
0308 Blankenfelde mit: Arkenberge
0309 Buch
0310 Französisch Buchholz
0311 Niederschönhausen mit: Nordend und Schönholz
0312 Rosenthal
0313 Wilhelmsruh
Seit 1974 geschlossen
Die Einwohnerzahl Pankows stieg im 19. Jahrhundert sehr schnell, von 286 Personen im Jahr 1801
auf 21.534 Personen um Jahr 1900.
Nach der Einrichtung des 1. Gemeindefriedhofes im Jahr 1841 im Winkel der Kreuz- und der Wilhelm-Kuhr-Straße
wurde ein weiterer Friedhof erforderlich.
1872 kaufte die Gemeinde die Grundstücke Gaillardstraße #8 und #9 für 1.000 Taler.
1876 wurde die Leichenhalle errichtet.
1880 erfolgte der Kauf des Grundstückes #10 für 800 Taler. A
uf dem nunmehr 10.396 m² großen Gelände wurde auch das Armenhaus der Gemeinde erbaut,
in dem auch der Totengräber wohnte. Später erfolgte die Umbenennung in Gemeindehaus.
1891 kaufte die Gemeinde 3 weitere Parzellen südlich des Friedhofs zwecks Erweiterung
desselben für 17.000 Mark.
Die Friedhofskapelle wurde 2000 als Baudenkmal in die Denkmalliste von Pankow eingetragen.
Am 1. Januar 2004 wurde der Friedhof entsprechend § 7 Abs. 1 des Gesetzes über die landeseigenen
und nicht landeseigenen Friedhöfe Berlins vom 1. November 1995 geschlossen.
1903 erwarb die Gemeinde Pankow forstfiskalisches Gelände in der Schönholzer Heide zur Anlage
eines weiteren Gemeindefriedhofes, dem heutigen Friedhof III. Die Friedhofskapelle errichtete der
Baumeister Carl Lubig.
1905 fanden die ersten Bestattungen statt. Das friedhofsgelände wurde im Laufe der jahre kontinuierlich erweitert. Die charakteristische Einfriedung an der Bahnhofstraße (heute am Bürgerpark) beseitigte man in Folge des Mauerbaues nach 1961.
Auf diesem Friedhof befinden sich die Ehrengrabstätten des Landes Berlin für
Max Buldermann-Konorah (1868-1920), Illusionist
Ernst Busch (1900-1980), Sänger und Schauspieler
Fritz Cremer (1906-1993), Bildhauer
Max Lingner (1888-1959), Maler und Grafiker
Anton Saefkow (1903-1944), Maschinenbauer un Widerstandskämpfer
Prof. Dr. Johannes Stroux (1886-1954), klassischer Philologe.
Darüber hinaus sind viele Persönlichkeiten, die im öffentlichen Leben standen,
auf diesem Friedhof bestattet worden. Heinrich Drake, Theo Balden, Rudolf Dörrier und Marianne Wünscher.
Die Grabstätten von Max Buttig, Hans Litten, Dr. hc. Paul Nipkow, Reinhold Burger,
sowie Max Lingner und Anton Saefkow wurden 2000 als Baudenkmal in die Denkmalliste von Pankow eingetragen.
Die Feierhalle (1905), das Gebäude der Friedhofsverwaltung (um 1905) und die Wartehalle für
Trauergäste (um 1925) sind als Gesamtanlage ebenfalls in die Denkmalliste eingetragen.
Beeindruckend ist die Grabanlage für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft des zweiten Weltkrieges.
1854 schenkten zwei Niederschönhausener Bauerngutsbesitzer der Gemeinde das Land für einen neuen
Friedhof an der Buchholzer Straße. Die größere Fläche erhielt sie vom Bucher Bauern Liedemit, dem sie
als Dank unentgeltlich die Fläche für ein Erbbegräbnis überließ.
1856 erfolgte die Aufforderung an die gemeinde den Kirchhof an der Kirche endgültig zu schließen,
eine Übergangszeit für Nachbeerdigungen wurde gewährt.
Zur erweiterung des begräbnisplatzes in der Buchholzer Straße kaufte die Gemeinde 1886 von
Fritz Liedemit, dem Sohn des Vorhergenannten, eine Parzelle von 3 Morgen Größe für den kaufpreis von 2.000 Mark
pro Morgen. Außerdem genehmigte sie dem Verkäufer eine kostenfreie Erbbegräbnisstelle.
Auf diesem Gemeindefriedhof von Niederschönhausen befinden sich die Grabstellen vieler
alteingesessener Bewohner des Ortes mit den dazugehörigen Denkmalen,
sowie die Ehrengräber des Landes berlin von Max Skladanowsky und Carl von Ossietzky.
Darüber hinaus ruhen hier viele persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, so Dr. Johannes Kupke, Horst Drinda
und Herwart Grosse.
Die Grabstätten von Wilhelm Dieckmann, Carl von Ossietzky, Ernst Rehfeldt, Max Skladanowsky und
Robert Uhrig wurden 2000 als Baudenkmal in die Denkmalliste von Pankow eingetragen.
Ehrengräber sind
Max Skladanowsky (1863-1939), Wegbereiter des Films in Deutschland
Carl von Ossietzky (1889-1939), Publizist, Friedensnobelpreisträger
Königin Elisabeth Christine, die Gemahlin II, ließ 1763 in der Schönholzer Heide eine Fläche mit
Maulbeerbäumen bepflanzen, die der Seidenraupenaufzucht dienen sollten.
In diesem Zusammenhang siedelten
sich 12 Kolonistenfamilien an, für deren Kinder eine einklassige Schule erbaut wurde, weiterhin gab
einen Friedhof mit einer kleinen Feierhalle für die Kolonisten Schönholz.
1909 erwarb die Gemeinde Niederschönhausen vom Fiskus das diesen kleinen Friedhof umgebende Gelände
an der Germanenstraße zur Anlage eines zweiten Gemeindefriedhofes (der heutige Friedhof IV).
Am 04.10.1909 fand die erste Bestattung auf diesem Friedhof statt
Dieser Friedhof wurde 2000 mit der Feier- und der Leichenhalle als Gesamtanlage in die
Denkmalliste von Pankow eingetragen.
Am 31. Juli 2007 wurde der Friedhof entsprechend $7 Abs. 1 des Gesetzes über die
landeseigenen und nicht landeseigenen Friedhöfe Berlins vom 1. November 1995 geschlossen.
1977 geschlossen
Wilhelmsruh entstand genau wie Nordend als Kolonie von Rosenthal.
Die Zustimmung zur Gründung der „Colonie Wilhelmsruh“ erfolgte durch die Gemeindevertretung von
Rosenthal am 28.08.1893. Sie beinhaltete, dass für ein Friedhofsgrundstück 3.000 Mark in bar und 4.000 Mark
in Hypotheken zu zahlen sind.
Wann genau der Friedhof angelegt wurde konnte noch nicht ermittelt werden.
Im Übersichtsplan von Pankow stand 1929, ist er bereits eingetragen.
Durch seine Lage unmittelbar an der Stadtbezirksgrenze zu Reinickendorf gab es zwischen
1961 und 1989 Einschränkungen in der Nutzbarkeit.
1993 ist die Trauerhalle durch Brandstiftung zerstört worden. Ein Neubau konnte 1998 seiner Bestimmung
übergeben werden.
Die Grabstätten von Cäsar Horn und Karl Müller wurden 2000 als Baudenkmal in die Denkmalliste
von Pankow aufgenommen.
geschlossen
Der Ortsvorstand von Französisch-Buchholz, Guyot, bat im März 1870 das Königliche
Domänenamt Mühlenhof zu Berlin einen neuen Begräbnisplatz am Wege zur Mühle anlegen zu dürfen.
In der Begründung hieß es, dass man am alten friedhof an der Kirche schon bei drei Fuß auf
Grundwasser stoße. Am 30. April 1870 untersuchte ein Inspektor das Gelände und genehmigte die
Einrichtung des neuen Friedhofes an der Mühlenstraße.
Das benötigte Land kaufte die Gemeinde vom Bauern Heinrich Guyot im Oktober 1871.
Kurz danach fanden die ersten Beisetzungen statt. Die Friedhofskapelle wurde 1893 erbaut.
Die Gemeinde beschloss am 18. Januar 1909 den Bau einr Leichenhalle. Sie wurde 1910 zur Nutzung freigegeben.
Auf diesem Friedhof befinden sich die Begräbnisplätze von eingewanderten
Hugenottenfamilien wie Chatron, Matthieu und Guyot.
Der Kammersänger Martin Ritzmann (1919 – 1984) und der als „King Repp“ bekannt gewordene
Varietékünstler Alfred Wolf (1898 – 1984) haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Über Generationen ansässige Familien, wie Grunow, Ewest, Schultze, Pluntz, Blankenburg und Bock
haben hier ihre Grabstätten.
Durch die Bezirksrform 1985 kam Blankenburg zum Bezirk Weißensee und Friedhof X wurde in Friedhof Blankenburg umbenannt.
geschlossen
Die von Ludwig Hoffmann (1852-1932) in Buch errichteten Hospitale, für geistig und körperlich
dauerhaft geschädigte Menschen mit eingeschränkter Lebenserwartung, erforderten infolge der
erhöhten Sterblichkeit zusätzliche Bestattungsfläche.
Es entstand der Anstaltsfriedhof, dessen Nutzung am 27.05.1908 begann.
Hier wurden die Armen auf Kosten der damaligen Wohlfahrtsämter beerdigt.
Der dem Werk Buch unterstehende Friedhof wurde 1912 in die Verwaltung der Stadt Berlin 1912
übernahm die stadt Berlin die Verwaltung, er lag zu damaliger Zeit außerhalb der Stadtgrenze.
Mit der Bildung von „Groß-Berlin“ erfolgte die Benennung als Städtischer Friedhof XII, Bln-Pankow.
Die ursprüngliche Feierhalle in Fachwerkbauweise wurde im zweiten Weltkrieg beschädigt,
danach repariert und brannte am 29.10.1949 ab. Im Januar 1954 wurde eine neu erbaute Feierhalle eingeweiht.
Die Lazarettfunktion der Bucher Krankenhäuser während der beiden Weltkriege war ein Grund,
dass Verstorbene deutscher und anderer Nationalität auf diesem Friedhof ihre letzte Ruhe fanden.
Am Ende der Hauptachse befindet sich ein großes Holzkreuz als Zeichen des Gedenkens.
Die Grabstätte des Malers Bert Heller wurde 2000 als Baudenkmal in die Denkmalliste von Pankow eingetragen.
Der landeseigene Friedhof Blankenburg wurde 1893 angelegt.
Er befindet ich nördlich des alten Dorfkerns, eingebunden zwischen Einfamilienhäusern.
Die Feierhalle wurde im 2. Weltkrieg zerstört und notdürftig auf den alten Grundmauern
während des Krieges wieder aufgebaut. Ab Juli 2003 wurde sie umgebaut. Seit Frühjahr 2005
können die Gedenkfeiern für die Verstorbenen wieder in der Feierhalle stattfinden.
Auf dem Friedhof befinden sich viele Kriegsgräber aus dem 2. Weltkrieg, die mit neuen
Grabzeichen versehen wurden. Es befinden sich einige wenige alte Grabmale auf dem Friedhof.
Der Friedhof Blankenburg ist ein Ort der Ruhe und des stillen Gedenkens.
Der landeseigene Friedhof an der Roelckestraße wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
außerhalb der Stadt Berlin von der Gemeinde Neu-Weißensee angelegt. Dies war das Ergebnis der
Forderung aus dem Allgemeinen Landrecht § 184, nachdem in bewohnten Gegenden der Städte keine
Leichen mehr beerdigt werden sollten. So entstanden weit draußen, außerhalb der Stadt, neue Begräbnisplätze,
so auch der Friedhof in der Roelckestraße. Mit steigender Bevölkerungszahl nahm auch die Bebauung in den
Vororten seinen Fortgang, so dass sich der Friedhof Roelckestraße heute im Zentrum des Ortsteiles
Weißensee befindet.
Mit seinen zwei Eingängen von der Roelckestraße und der Schönstraße ist er gut von den
umliegenden Wohngebieten zu erreichen. Die gesamten baulichen Anlagen, einschließlich der
Erbbegräbniswand, stehen unter Denkmalschutz.
Auf dem Friedhof befinden sich zwei Kriegsgräberanlagen aus dem 2. Weltkrieg, sowie 2 Ehrengrabstätten
des Landes Berlin.
Erbbegräbnis Woelck Oberregierungsrat Dr. Carl Woelck
Grabstätte Feldtmann, Heinrich Feldtmann, Gemeindevertreter von Neu-Weißensee.
Der landeseigene Friedhof Heinersdorf ist ein ausgesprochener Dorffriedhof.
Er wurde 1890 für die Einwohner der Gemeinde Heinersdorf angelegt.
Mit der Eingemeindung 1920 und der Zunahme der Bevölkerung liegt der Friedhof heute inmitten
von Einfamilienhäusern und kleineren Mehrfamilienhäusern.
Auf dem Friedhof befindet sich, zentral gelegen, die 1890 erbaute und 2000 sanierte Feierhalle.
Die Feierhalle und die Erbbegräbniswand stehen unter Denkmalsschutz.
Alteingesessene Heinersdorfer Mitbürger sind hier begraben, wie zum Beispiel die Familie des
Senffabrikanten Tinius.
Friedhofskapelle von 1905
Friedhofsmauer mit Erbbegräbnissen von 1890
Auf dem Friedhof befindet sich eine Kriegsgräberanlage.
Berliner Friedhöfe bei WikiPedia.de
broschuere.de:Landeseigene Friedhöfe Pankow. Berlin 2008